Wir machen..

Öffentlichkeitsarbeit:

  • öffentliche Vorträge zum Thema Sterben, Tod, Trauer, Schmerztherapie usw.
  • Informationsstände bei Gemeindefesten, Sommerfesten in Seniorenheimen, Weihnachtsmarkt usw.
  • Kurse zum Thema LEBEN BIS ZULETZT für alle, die sich auf diese Themen einlassen wollen und eventuell in der Sterbebegleitung mitarbeiten wollen.
  • Auf Wunsch Vorträge in Vereinen, Gruppen usw. zum Thema HOSPIZ
  • Altersgerechte Gespräche in Schulklassen, Kindergarten, Konfirmandengruppen usw...
  • Einzelgespräche mit Kindern oder Eltern...

Trauerbegleitung:

Trauer ist eine sehr persönliche und schwerwiegende Erfahrung für jeden Menschen. Entsprechend verschieden sind die Wege in und mit der Trauer. Menschen in ihrer Trauer zu begleiten bedeutet, den Weg ein Stück unterstützend mitzugehen, Halt zu geben, Ausdrucksformen und Rituale anzubieten, da zu sein und auszuhalten, zu hören, was niemand sonst (mehr) hören möchte. Trauer ist keine Krankheit, die behandelt werden muss. Sie ist vielmehr eine notwendige Reaktion auf den Verlust eines nahe stehenden Menschen. Ziel des Trauerprozesses ist es, mit neuer Orientierung den eigenen Lebensweg ohne diesen vertrauten Menschen fortsetzen zu können. Trauerbegleiter können eigene Verlusterfahrungen reflektieren, sie in Zusammenhang mit den Erkenntnissen der Trauerforschung bringen und so zu einem größeren Handlungsspielraum in der Begleitung Trauernder gelangen. Dazu gehört auch die Frage nach und die Auseinandersetzung mit der eigenen Spiritualität und der christlichen Tradition.
Dabei geht es um die wichtigen Themen wie:
Loslassen und Integration, Schuld und Vergebung, Ohnmacht, Krisen, Trost, Rituale, Wandlungsprozesse, Suizid, Spiritualität.

Für Kinder und Jugendliche, die um einen Menschen trauern:

Ein Mensch, der Dir sehr wichtig war, ist gestorben. Vielleicht ist es sogar Deine eigene Mutter oder Dein eigener Vater. Das ist sehr schlimm, macht traurig und tut weh! Oft wissen Kinder/Jugendliche nicht, wie sie sich jetzt verhalten sollen. Deshalb verhalte Dich so, wie es Dir gut tut. Wenn Du weinen willst, dann weine. Wenn Du spielen willst, dann geh spielen. Wenn Du nicht reden willst, dann schweige. Trauer ist wie ein schwere nasse Decke, die über einem liegt. Sie macht dunkel, kalt und auch ein komisches Gefühl im Bauch. Deshalb ist es wichtig, auch mal nicht traurig zu sein. Geh mit Deinen Freunden raus, spiele Deine Lieblingsspiele. Mache Sport und tobe Dich aus. Höre Deine Lieblingsmusik. Mach Dinge, die Dir gut tun und Spaß machen. Wenn jemand plötzlich gestorben ist, bekommt man oft Angst. Man hat Angst, dass man selbst oder jemand anderer, den man mag, auch stirbt. Es ist okay, Angst zu haben. Aber es ist auch wichtig, über diese Angst zu sprechen. Durch die Erinnerungen an den Menschen, der gestorben ist, lebt er weiter. Denke an die schönen gemeinsamen Zeiten. Lache über lustige Ereignisse. Bewahre Deine Erinnerungen in Deinem Herzen auf. Am Anfang glaubt man, das Leben würde nicht mehr weitergehen. Aber es geht weiter. Doch es ist jetzt anders als früher. Du musst jetzt damit leben, dass dieser Mensch nicht mehr da ist. Das ist gar nicht einfach, manchmal sogar ganz schwer. Lass Dir helfen, wenn Du nicht weiterkommst.

Wer kann mir helfen?
Oft möchte man seinen Eltern oder Verwandten nicht erzählen, dass es einem nicht gut geht. Aber es ist wichtig, mit jemandem zu sprechen. Es gibt noch andere Menschen die für Dich da sind:

Im Hospizverein Rinteln gibt es ehrenamtliche Trauerbegleiterinnen, die für Dich da sind. Sie treffen sich mit Dir alleine zum Gespräch oder Du kannst die Trauergruppe für Kinder und Jugendliche besuchen.

Für nähere Informationen ruf uns doch einfach an: 0178 / 165 75 01
Wir freuen uns auf Dich!

Hospizliche Sterbebegleitung:

  • Auf Wunsch begleiten wir schwerst- und sterbenskranke Menschen und ihre Angehörigen zu Hause, in vertrauter Umgebung, im Krankenhaus oder in Wohn- und Pflegeheimen.
  • Die Art und Weise der Begleitung richtet sich nach den Wünschen der Kranken und ihrer Angehörigen.
Begleitung kann bedeuten:
Eingehen auf die Ängste vor dem Alleinsein und vor Schmerzen, Gespräche über Sterben, Tod und Trauer zu führen oder auch nur einfach da zu sein, zuzuhören oder vorzulesen, Briefe zu schreiben oder Kontakte zu Verwandten herzustellen.
  • Wir ergänzen die Arbeit von Familie, Freundeskreis, Kirchengemeinde und Pflegeeinrichtung.
  • Wir unterliegen der Schweigepflicht und arbeiten grundsätzlich ehrenamtlich und kostenlos für die Betroffenen.

Schüler gestalteten Bilder zum Thema Tod und Trauer anlässlich der
"Galerie Innenstadt 2010"

HOSPIZ ein anderer Umgang mit Sterben, Tod und Trauer

Das Wort "Hospiz" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Herberge, Unterkunft. Im Mittelalter fanden Reisende, Hilfsbedürftige und Kranke in Hospizen Schutz, Beistand und Gastfreundschaft.

Das moderne Hospizkonzept

Sterben ist ein Teil des Lebens und soll im Leben stattfinden können, an einem Ort und so, wie der betroffene Mensch selbst es möchte. Im Mittelpunkt der Hospizarbeit stehen - unabhängig von Nationalität, Religion, Einkommen usw. - kranke, sterbende und trauernde Menschen mit ihren Bedürfnissen. Wir wollen dazu beitragen, dass Sterben, Tod und Trauer wieder als wichtiger Bestandteil des Lebens verstanden wird, und wir möchten helfen, diese Zeit tragbar zu machen. Wir wollen Menschen ermutigen, sich mit dem Sterben auseinanderzusetzen, weil Sterben bis zuletzt Leben ist.

Plötzlich ist alles anders!

Plötzlich ist alles anders, nichts ist mehr wie es war.

So beschreibt ein 10 Jähriges Mädchen den Tod ihrer Mutter.
Alles ist in Frage gestellt,
  • wer bringt mich ins Bett,
  • wer tröstet mich, wenn ich traurig bin,
  • wer ist da, wenn ich von der Schule komme.
Alles ist anders und nichts ist mehr so, wie es war.
Mit einem Satz beschreibt dieses Kind, was für alle Kinder gleichermaßen gilt, die einen geliebten Menschen verloren haben.
Unsere Ziele:
  • Wir möchten Kindern und Angehörigen helfen, ihren individuellen Trauerweg zu finden.
  • Wir möchten zwischen Kindern und Angehörigen vermitteln, einander besser zu verstehen. Die Erfahrung mit trauernden Kindern zeigt, dass Kinder in dieser Situation versuchen, besonders gut zu "funktionieren", da sie merken, dass ihre Angehörigen, selber sehr mit ihrer Trauer beschäftigt sind. Sie unterdrücken und leugnen ihre Trauergefühle, um ihre Angehörigen nicht zu belasten.
  • Wir möchten dazu beitragen, dass Trauer seinen negativen Beigeschmack verliert und es kein Tabu-Thema mehr ist.

Wir bieten an:

  • Besuche in Schulen, Kindergärten und Konfirmandengruppen.
  • Altersgerechte Erarbeitung des Hospizgedanken, in den jeweiligen Institutionen.
  • Trauerbegleitung in Einzelgesprächen.
  • Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Kindern.
  • Kinderhospizarbeit in Zusammenarbeit mit dem Kinderhospiz Löwenherz

Sie können unsere Arbeit unterstützen:

  • als ehrenamtlicher Hospiz-Mitarbeiter in der Begleitung von sterbenden Menschen
  • indem Sie uns mitteilen, ob Sie zu anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten bereit sind
  • indem Sie in Ihrem Lebensumfeld auf die Arbeit des Hospizvereines hinweisen
  • indem Sie Fördermitglied werden
  • durch eine Spende für den Hospizverein Rinteln e.V.